Ein Leben ohne Alkohol 

Die Vorstellung, sein ganzes Leben lang keinen Alkohol mehr zu trinken, bereitet vielen trockenen Alkoholikern schlaflose Nächte. Es wird davon gesprochen, dass man doch nirgends mehr hingehen könnte, denn überall würde doch Alkohol getrunken und dass man ein Stück Lebensqualität verlieren würde. Ich für meine Person sehe es so, dass ich eine gute Lebensqualität erst kennengelernt habe seit dem ich trocken geworden bin. Was ich wirklich verloren habe, ist die Angst davor nicht genügend Alkohol in meiner Nähe zu haben. Oder das Herzrasen, wenn der Entzug einsetzt und man einmal nichts zum Nachspülen hatte. Das schlechte Gewissen und die plamabelen Auftritte und den Verlust von guten Freunden möchte ich da schon gar nicht mit einrechnen. Außerdem wird man ganz leicht Ziel von Verleumdungen und Lügen, da man als Alki nicht gerade dass hat, was man einen guten Leumund nennt. Einfach gesagt, kein Mensch glaubt einem, auch wenn man die Wahrheit sagt. Das ist allerdings auch der Tatsache geschuldet, dass trinkende Alkoholiker, ihres schlechten Gewissens wegen, die größten Lügner weit und breit sind. So ist es also kein Wunder, dass Alkoholiker mehr und mehr ins Abseits geraten.

 

 Ich habe während meiner Trockenheit einige Talente entdeckt, die ich nie in mir vermutet hätte. So schreibe ich während meiner Freizeit für das Prime-Site-Ratgeberportal www.helpster.de und fertige große Airbrusharbeiten auf Alltagsmöbeln und Textilien an.

 

 

Es ist ein besseres Leben geworden. Schlechter ging es auch schon fast nicht mehr, wenn man bedenkt, wie es zum Schluss meiner Säuferkarriere um mich bestellt war. Ich habe nichts dagegen, wenn in meiner Umgebung getrunken wird und meine Hausbar ist reichlich gefüllt, warum sollten meine Gäste darunter leiden, wenn ich nicht mit Alkohol umgehen kann. Es ist halt nur so, dass ich keinen Tropfen mehr trinke und fertig. Ich bin mir immer der Gefahren bewusst und versuche auch nicht zu leichtfertig mit meiner Sucht umzugehen. Allerdings habe ich auch keine Angst mehr davor, auf irgendeine Feier zu gehen oder in einer Gaststätte eine Nacht lang mit Freunden zu diskutieren. Ich habe mich lange und ausgiebig mit dem Alkoholmissbrauch auseinandergesetzt und bin zu der Erkenntnis gelangt, der Einzige der einen von der Sucht losbringen kann ist man selbst. Erst wenn man sich seine Krankheit eingestehen kann und selbige auch in der Öffentlichkeit vertreten kann, hat man eine Chance auf Dauer trocken zu bleiben.